Gedanken über das Influencer Dasein #ImPower

Man trifft ja manchmal Menschen, auch meiner Altersklasse, die haben mit Social Media wenig am Hut.
Neulich mal wieder so ein Gespräch mit einem rotweintrinkenden Juristen:

„Und was machst du so ?“

„Modeln und Bloggen“

„Du bist dann also ein ähh…. Influencer ?“
In diesem Moment und in vielen anderen Situationen, in denen das Wort „Influencer“ fällt, fühlte ich mich unwohl. Nur wieso eigentlich ?

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Zum einen spielt der Wortklang eine Rolle. Influencer. Es klingt wie Influenza. Wie infizieren anstatt inspirieren. Aber abgesehen vom Wortklang, geht es auch um die Bedeutung und den Gebrauch des Wortes. Wer über sich selbst sagt „Ich bin Influencer.“ läuft Gefahr, sich lächerlich zu machen oder arrogant zu klingen. Fast schon peinlich und leer. Als könnte man nichts und hätte nichts gelernt. Eine Worthülse, in die sich viel hineininterpretieren lässt. Es ist ja auch kein Beruf, der einem während der Schulzeit, als möglicher Karriereweg vorgeschlagen wird. Man fühlt sich in diesen Situationen, als müsse man die Existenzberechtigung seines Berufes erklären.

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Ich habe aber gelernt nicht nur auf das Hörensagen und Sagenhören zu achten, sondern für mich zu sprechen. Oder besser: zu beeinflussen. Denn nach dem Wortsinn nehmen wir Einfluss auf unsere Mitmenschen. Auf unsere Umwelt. Umweltbeeinflusser. Aber das sind wir doch am Ende alle!? Die einen weniger, die anderen mehr. Denn Persönlichkeiten, die die Modewelt, die Musikstile oder den öffentlichen Diskurs prägten, gab es schon immer. Die hießen früher bloß Meinungsbildner, Meinungsführer, oder Meinungsmacher. Influencer gab es also schon, bevor es das Wort überhaupt gab.

Am Ende wurde mir klar, dass es mir gar nicht unangenehm sein muss, als Influencer bezeichnet zu werden. Es bedeutet eigentlich nur, dass ich Einfluss nehmen kann. Und wie cool, ist das denn ?! Für mich sind es die schönsten Momente, wenn ich meine Freunde und Follower inspirieren kann. Wenn ich Nachrichten bekomme, in denen Mädels mir schreiben, dass sie sich meinetwegen trauen, ihren Afro offen zu tragen, bekomme ich Herzklopfen. Ein Teil dieses Prozesses der Selbstakzeptanz zu sein, ist eine unfassbar große Ehre. Viele haben ähnliche Erfahrung mit Exklusion gemacht und meine Geschichte hat ihnen geholfen mit Ablehnung besser umzugehen. Auch wenn jemand mir schreibt, dass mein Snap das erheiterndste ist, was er heute gesehen hat, wenn ich Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, dann berührt mich das und resoniert in meiner Seele. Als Influencer konzipiert und produziert man Foto und Videocontent, man genießt die Entscheidungsfreiheit mit Brands zu arbeiten, die schöne und inspirierende Kampagnen ins Leben rufen. Ich freue mich, Teil der #ImEsprit Kampagne zu sein, welche für Vielfalt Empowerment und Imperfektion steht. Auch in den letzten Kampagnen zelebrierte Esprit Diversity und Individualität, das unterstütze ich gern. Falls auch du Teil der Kampagne sein möchtest, kannst du hier dein eigenes Foto und Statement hochladen.

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Von den Influencern aus meinem Umfeld weiß ich, dass diese Möglichkeit der Mitgestaltung  eine entscheidende Triebkraft ist. Und Influencer mit Herz kenne ich viele. Sie nutzen ihre Reichweite und setzen sich für Hilfsprojekte ein, posten um Aufmerksamkeit auf Herzensangelegenheiten zu lenken, unterstützen Eco-Fashion, geben Impulse. Für mich ein Zeichen dafür, dass dieser Beruf durchaus Existenzberechtigung besitzt. Die entscheidende Frage an dieser Stelle:

Was will ich sein? #ImPower

all outfits & accessories by Esprit | photos by Delia Baum

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